Leistungen

Rente

Derzeit gelangt man in den Genuss einer Altersrente aus der Mitgliedschaft beim Pensionsfonds, wenn man das entsprechende Mindestalter für den Bezug der öffentlichen Rente erreicht hat und seit mindestens 5 Jahren bei demselben eingeschrieben ist. Der Bezugszeitpunkt kann um 10 Jahre früher angesetzt werden, wenn ein Mitglied die Arbeitstätigkeit vorzeitig beendet.
Jedes Mitglied kann sich jedoch dafür entscheiden, den Rentenanspruch ohne jegliches Zeitlimit über den genannten Zeitpunkt hinaus zu verzögern. Einzige Bedingung dafür ist dass er seit mindestens 1 Jahr Mitglied des Raiffeisen Offenen Pensionsfonds ist.

Bezug der Leistung in Form einer Rente bzw. in Form von Kapital

Bei Erreichen oben angeführter Mindestvoraussetzungen hat das Mitglied die Möglichkeit, zwischen mehreren Optionen zu wählen.
Das Mitglied kann die Auszahlung der Zusatzrente in Form von Kapital im Ausmaß von bis zu 50 Prozent der angereiften individuellen Position beantragen.
Der Restbetrag der individuell angereiften Position dient als Einzelprämie zur Schaffung einer sofortigen Leibrente.

Das Mitglied kann anstelle der Leibrente die Auszahlung der Leistung auch in einer der folgenden Formen beantragen:

  • übertragbare Leibrente: Diese wird dem Mitglied auf Lebenszeit und nachfolgend zur Gänze oder in der vom Mitglied bestimmten Höhe einer von diesem ernannten Person, die vom Pflichtvorsorgesystem vorgesehen ist, ausgezahlt;
  • Zeitrente und nachfolgend Leibrente: Diese wird dem Mitglied die ersten fünf, zehn oder 20 Jahre (gemäß der Wahl des Mitglieds) oder, im Falle seines Ablebens, einer von ihm ernannten Person, die vom Pflichtvorsorgesystem vorgesehen ist, ausgezahlt.

Vorschuss/Teilweise Auszahlung

Das Mitglied des Raiffeisen Offenen Pensionsfonds kann einen Vorschuss  auf die herangereifte Position beantragen:

  • und zwar jederzeit - im Ausmaß von höchstens 75 Prozent - für ärztliche Ausgaben infolge von besonders schlimmen Situationen bezüglich sich selbst, seines Ehepartners und seiner Kinder, falls besondere Therapien oder außeordentliche medizinische Eingriffe vonnöten sind, die von den zuständigen öffentlichen Strukturen anerkannt sind;
  • und zwar nach achtjähriger Mitgliedschaft - im Ausmaß von höchstens 75 Prozent - zum Kauf der eigenen Erstwohnung bzw. jener seiner Kinder oder zum Umbau der Erstwohnung;
  • und zwar nach achtjähriger Mitgliedschaft - im Ausmaß von höchstens 30 Prozent - für sonstige Erfordernisse des Mitgliedes.
    Die als Vorschuss bezogenen Beträge können insgesamt auf keinen Fall mehr als 75 Prozent der gesamten vom Zeitpunkt des Beitrittes an getätigten Einzahlungen in den Raiffeisen Offenen Pensionsfonds ausmachen, einschließlich der heranreifenden Abfertigung und der im Laufe der Zeit erzielten Wertzuwächse. Die bevorschussten Summen können auf Wunsch des Mitgliedes jederzeit wieder eingezahlt werden, wobei auch jährliche Beitragszahlungen erlaubt sind, die höher sind als 5.164,57 Euro. 

Die teilweise Auszahung ist vorgesehen:

  • für den Fall der Beendigung der Arbeitstätigkeit, wenn darauf für einen Zeitraum zwischen 12 und 48 Monaten keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen wird, beziehungsweise in den Fällen, in denen der Arbeitgeber auf die Arbeitskräftemobilität oder auf die ordentliche oder außerordentliche Lohnausgleichskasse zurückgreift; die teilweise Auszahlung beträgt hier 50 Prozent der herangereiften Position.

Ablösung (Endgültige Auszahlung)

Die gänzliche Ablösung der herangereiften Position mit gleichzeitigem Austritt aus dem Pensionsfonds erfolgt in folgenden Fällen:

  • Bei Dauerinvalidität, welche eine Minderung der Arbeitsfähigkeit auf weniger als ein Drittel mit sich zieht, beziehungsweise bei Beendigung der Arbeitstätigkeit, wenn darauf für einen Zeitraum von mehr als 48 Monaten keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen wird. Dieses Recht kann in den letzten fünf Jahren vor der Erfüllung der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Zusatzrentenleistungen nicht ausgeübt werden; bei Beendigung der Arbeitstätigkeit und darauf folgendem Ausfall der Erwerbstätigkeit für einen Zeitraum von mehr als 48 Monaten werden die Rentenleistungen auf Ansuchen des Mitgliedes mit einer Verfrühung von höchstens fünf Jahren gegenüber der Erfüllung der Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der jeweiligen Pflichtvorsorgeleistungen gewährt.
  • Falls aus unterschiedlichen Gründen die von den Bestimmungen zum Beitritt auf kollektiver Basis festgelegten Voraussetzungen für die Mitgliedschaft nicht mehr gegeben sind.
  • Falls bei Erreichen der vorgesehenen Voraussetzungen (Mindestalter und Mindestbeitragsdauer von fünf Jahren) der Betrag, der sich aus der Umrechnung von 70 Prozent der herangereiften Position in eine nicht übertragbare sofortige Leibrente zungunsten des Mitgliedes ergibt, weniger als 50 Prozent des Sozialschecks ausmacht.

Bei Ableben des Mitgliedes einer Zusatzrentenvorsorge irgendwelcher Form vor dem Erreichen der für die Gewährung der Rentenleistungen vorgesehenen Voraussetzungen wird die gesamte herangereifte Position von den Erben des Mitgliedes beziehungsweise von den von diesem bestimmten Begünstigten abgelöst, wobei diese sowohl natürliche als auch juristische Personen sein können. In Ermangelung der besagten Subjekte fließt die Position in das Vermögen des Pensionsfonds ein.

Anstatt das Recht auf Ablösung zu beanspruchen, kann sich das Mitglied dafür entscheiden, die Teilnahme am Pensionsfonds betragsfrei fortzusetzen.

Übertragung

Das Mitglied kann seine herangereifte Position auf eine andere Form von Zusatzrentenvorsorge übertragen, sofern seine Mitgliedschaft im Pensionsfonds mindestens zwei Jahre erreicht hat.

Werbemitteilung betreffend Zusatzrentenformen - vor dem Beitritt lesen Sie bitte das Informationsblatt und die Geschäftsordnung.

Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist keine Gewähr für künftige Renditen. Weitere Informationen finden Sie im Informationsblatt und in der Geschäftsordnung.